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Daily Influence

  • dunkel3
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit


Was Influencer*innen wissen müssen

Ein Post kann Reichweite bringen – oder rechtliche Konsequenzen. 


Influencer*innen handeln in den sozialen Medien nicht nur privat, sondern meistens geschäftlich. Doch haben privat nutzende User*innen weitaus weniger zu beachten als gewerbliche.

Was musst Du als Influencer*in für deine tägliche Arbeit wissen?


Hier gibt’s die rechtlichen Basics für Dich: 



Werbung

Eine Werbung muss eindeutig als solche erkennbar sein.

Sobald Du für einen Post eine Gegenleistung erhältst (Geld, Produkte, Einladungen, Rabattcodes), handelt es sich um Werbung. 


Das bedeutet: 


  • Werbung muss sofort als solche erkennbar sein 

  • Kennzeichnungen wie „Werbung“ oder „Anzeige“ müssen am Anfang stehen 

  • Hashtags oder versteckte Hinweise reichen nicht aus (§ 5a Abs. 4 UWG) 

  • Keine täuschenden Informationen verwenden, die einen unrichtigen Eindruck vermitteln könnten. Etwa darf ein Produkt nicht als “recycelt” bezeichnet werden, wenn tatsächlich nur ein kleiner Teil recycelt wurde 

  • Preise müssen klar bezeichnet und dürfen nicht verschleiert werden, etwa durch Angaben von “Netto-Preisen” oder ähnlichem  


Deine Inhalte

Reichweite bedeutet Verantwortung.

Wenn Du deine rechtlichen Verpflichtungen kennst, kannst Du noch verantwortungsvoller mit deiner Arbeit umgehen und so auch das Vertrauen deiner Community stärken.


Da Du für das haftest, was Du veröffentlichst, solltest Du auf folgendes achten:


  • Einwilligung anderer Personen: 
Fotos oder Videos von anderen Menschen dürfen nur gepostet werden, wenn diese eingewilligt haben (§ 22 KUG) 

  • Keine Herabwürdigungen oder Falschbehauptungen: 
Kritik ist erlaubt, Beleidigungen, Schmähungen oder bewusst falsche Tatsachen dagegen nicht 

  • Fremde Inhalte klar einordnen: 
Wenn Du Meinungen, Zitate oder Inhalte anderer nutzt, muss erkennbar sein, von wem sie stammen 


Urheberrecht beachten

Alles was Du selbst und ohne Nutzung fremder Inhalte erzeugst (Fotos, Videos, Texte) gehört rechtlich dir. 

Vorteile von eigenem Content: 


  • Du bestimmst, ob und wie er verwendet wird

  • Du vermeidest rechtliche Probleme mit Dritten, etwa durch Verwendung fremder Musik oder Bilder

  • Dein Content gewinnt an eigenständigem wirtschaftlichen Wert


Bei fremdem Material gilt: 


  • Nur nutzen, wenn Du die Erlaubnis dazu hast 

  • Lizenzbedingungen müssen auch Werbung abdecken 


Wenn deine Inhalte ohne deine Einwilligung verwendet werden, hast Du ggf. folgende Möglichkeiten:
 Beseitigung, Unterlassung, Schadensersatz.


Datenschutz

Beachte und schütze die Daten deiner Community.

Das heißt konkret: 


  • Keine privaten Nachrichten, Namen oder Screenshots ohne Einwilligung teilen 
 

  • Bei Gewinnspielen und Umfragen nur die Daten abfragen, die wirklich nötig sind 
(Datensparsamkeit) 

  • Affiliate-Links oder Tracking müssen gekennzeichnet werden und die Einwilligung von Berechtigten ist einzuholen  


Fazit

Rechtliches Wissen ist kein Hindernis für Kreativität, sondern Absicherung. 


Wer Werbung klar kennzeichnet, Rechte Dritter respektiert und verantwortungsvoll mit Daten umgeht, schützt sich selbst und stärkt gleichzeitig das Vertrauen der Community. 



Wenn Du nicht sicher bist, welche Pflichten von Dir einzuhalten sind, sag uns Bescheid.

 
 
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